Im Zentrum Mahóns erhebt sich ein mächtiger Bau mit Glockenturm, der ein Wahrzeichen der Stadt ist: die Kirche Santa Maria. Mitte des 14. Jahrhunderts sind die Grundmauern der ursprünglichen Kirche im gotischen Stil entstanden, die etwas kleiner als der heutige Bau gewesen ist. Bei dem Überfall der Stadt durch Barbarossa wurde die Kirche sehr beschädigt und im 18. Jahrhundert durch einen Blitz vollständig zerstört. Im Jahre 1748, unter der englischen Herrschaft, ist das Bauwerk entstanden, das man heute bewundern kann. Das Innere ist klassisistisch inspiriert, das Kirchenschiff hat ein Kreuzgewölbe und mehrere Seitenkapellen. Die Kirche wird durch ihre schönen Fassaden geprägt. Die Hauptfassade öffnet sich zum Platz „Pla de sa Parròquia“, auf dem Feste und Prozessionen stattfinden. Die östliche Fassade ist zum Platz „Plaça de la Conquesta“ ausgerichtet, auf dem eine Statue zu Ehren des Königs Alfons III, der die Insel ins Königreich von Aragonien eingliederte, steht.

Das Bauensemble istklassisistisch und besitzt ein gotisches Portal mit dem Bildnis der Jungfrau Maria im Bogenfeld.

Außerdem finden wir in der Kirche eine gewaltige Orgel, die zwischen 1807 und 1810 von dem Schweizer Johann Kyburz gebaut wurde. Sie hat eine außergewöhnliche instrumentale Qualität. In ihrer Kategorie ist sie ein authentisches Schmuckstück, denn sie besitzt vier Manuale mit 3600 Orgelpfeifen, von denen 197 aus Holz und die restlichen aus Metall hergestellt sind. Die Stiftung „Órgano de Santa Maria de Mao“ fördert regelmäßige klassische Musikkonzerte.